Buchvorstellung

Nachhaltige Lebensstile - Welchen Beitrag kann ein bewussterer Fleischkonsum zu artgerechter Tierhaltung und gesunder Ernährung leisten? Beiträge zur Theorie und Praxis starker Nachhaltigkeit

 

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\\ Klappentext //

Der Frage, wie ich mich ernähre, kann sich niemand von uns entziehen. Die meisten Menschen sehen Ernährung als Teil der persönlichen Lebensführung, über die sie selbst entscheiden wollen. Gleichzeitig hat die Art und Weise, wie wir uns ernähren, vielfältige und weitreichende Auswirkungen auf uns selbst und unsere Mit- und Umwelt. In diesem Sinne sind Fragen der Ernährung gleichzeitig auch gesellschaftliche und politische Fragen. Diese gesellschaftspolitische Relevanz zeigt sich besonders deutlich beim Fleischkonsum. Wie viel Fleisch, aber auch wie viel Molkerei-Produkte und Eier wir essen, bestimmt, wie wir Tiere real halten (können) und hat damit auch komplexe Auswirkungen auf Natur- und Klimaschutz, das Welternährungsproblem und nicht zuletzt auf unsere eigene Gesundheit.

Was meinen wir, wenn wir deshalb bewussten Fleischkonsum für erwünscht oder geboten halten? Können oder müssen veränderte Ernährungsstile mit persönlichen Einschränkungen gleichgesetzt werden? Bergen sie nicht vielmehr Potentiale für eine Steigerung von Lebensqualität und Genuss?

Interdisziplinär und richtungsweisend

Der Band spannt einen weiten Bogen von Konzepten nachhaltiger Lebensstile über die Art und Weise unserer Fleischproduktion und unseres Fleischkonsums bis hin zu der Frage, was sich daran ändern sollte und wie sich solche Änderungen umsetzen lassen. Die Beiträge dieses Bands setzten sich detailliert damit auseinander, welche Lernprozesse und Veränderungen von persönlichen und gesellschaftlichen Lebensstilen nötig und möglich sind.

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Herausgeber: Lieske Voget-Kleschin, Leonie Bossert, Konrad Ott

Seiten: 444

ISBN-13: 978-3-7316-1089-2

Preis: 38,- €

Metropolis Verlag 2014

Buchvorstellung beim metropolis-Verlag (Link)


Rezensionen und Pressestimmen

Verbraucherforschung Bundesverband, Ausgabe 1, März 2015 (Günther Rosenberger)

„Vielfältig sind folglich die Perspektiven der einzelnen Beiträge. Nach einer Klärung begrifflicher und konzeptioneller Aspekte von Nachhaltigkeit und Lebensstilen werden im dritten Kapitel die Konflikte und Synergien zwischen Fleischproduktion und Naturschutz, im vierten Kapitel zwischen Fleischkonsum und Naturschutz dargestellt, was beides eng zusammenhängt. Im fünften Kapitel stehen die Wirkungen des Verzehrs von tierischen Produkten auf die Gesundheit im Mittelpunkt. In den beiden letzten Kapiteln wird gefragt, wie bewussterer Fleischkonsum und nachhaltige Ernährung vermittelt werden können und welche politischen Rahmenbedingungen und gesetzgeberischen Maßnahmen erforderlich sind, um die gewünschten Veränderungen von Ernährungsgewohnheiten zu motivieren und zu unterstützen.

Der rote Faden aller Beiträge ist die explizite Überzeugung, dass ein bewussterer, natur- und umweltverträglicher Fleischkonsum unverzichtbar ist und dass dazu auch die Konsumentinnen beitragen müssen, dass aber gleichzeitig politische Regulierung und Förderung notwendig wird. Grundsätzlich gilt aber wohl: „Wenn wir danach fragen, wessen Gesundheit im Kontext eines nachhaltigen Fleischkonsums mit zu berücksichtigen ist, dann werden wir jene andere Fragen zu berücksichtigen haben und auch andere Antworten geben, abhängig davon, wen wir moralisch berücksichtigen und wessen Gesundheit wir also in den Blick nehmen“ (Simon Meisch). Wenn im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung Gerechtigkeit gefordert wird, wäre demnach erst zu klären, wen man in die moralische Gemeinschaft einbeziehen will. Da entsprechende Antworten eine praktische Konsequenz für andere Mitglieder der moralischen Gemeinschaft haben können, lohne es sich, über diese Fragen zu streiten.


Journal of Consumer Policy (2015) 38, S. 375-385

„Most people believe their food choices to be a very personal issue. At the same time, these choices bear significant societal implications regarding the social and environmental consequences of food production as well as regarding consumer health. In particular, this holds true for our consumption of meat and animal products. How much and what kind of animal products that we consume defines our options as regards animal husbandry and feeds back into climate mitigation and nature conservation options, world hunger, and consumer health. Against this background, the contributions in this book question whether there is such a thing as sustainable consumption of animal products, how this could be managed, what kind of environmental and social consequences it would bear, and how it could be supported.“